Betrachtet man die gewünschten Eigenschaften von Tiefenfilterme-dien, stellen Vliesstoffe aus Mikroglasfasern rein filtertechnisch das nahezu ideale Material dar und werden deshalb seit den 1970er Jah-ren eingesetzt.

Allerdings stellten Wissenschaftler in den 1990er Jahren fest, dass manche Fasertypen auf den lebenden Organismus unter bestimmten Bedingungen eine krebserzeugende Wirkung haben. Das liegt an den physikalischen Eigenschaften mikrofeiner spröder Fasern, welche leicht brechen und nachweislich aus dem Luftfilter in die Zuluft abwe-hen. Über die Atmungsorgane gelangen sie in den lebenden Organis-mus und können dort sehr lange speerspitzenartig in den Körperzellen verbleiben.

Dadurch entsteht eine im Tierversuch nachgewiesene Tumorgefahr, so dass Mikroglasfasern nach der Gefahrstoffverordnung TRGS 905 „Krebserzeugende Arbeitsstoffe“ zumindest in die Kategorie 3 einge-stuft werden. Die Kategorie 3 umfasst diejenigen krebserzeugenden Arbeitsstoffe mit einer geringen Halbwertszeit, d. h. sich im menschli-chen Organismus innerhalb eines definierten Zeitraumes zu 50% ihrer Ursprungsanzahl auflösende Stoffe. Aus diesem einzigen Grund ist der Einsatz von Mikroglasfasern in der Raumlufttechnik weiterhin ges-tattet.

Es ist Kalthoffs Firmenphilosophie, den Einsatz von Tiefenfiltern aus Mikroglasfasern generell zu vermeiden, da wir den Grundgedanken der Raumlufthygiene durch die Verwendung von potenziell gefährli-chen Substanzen verletzt sehen.

Kalthoff Kompositvliesstoffe sind daher generell vollsynthetisch und frei von Mikroglasfasern, auch von Beimischungen. Damit erfüllen wir unseren Beitrag zur Produktverantwortung und Produktsicherheit nach dem Stand des Wissens und der Technik.